KI? Ja. Aber nicht um jeden Preis.
Show Notes
Du spürst den Druck, KI endlich in den Kundenkontakt zu bringen, und rundherum reden alle von Chatbots und Telefonagenten. Was, wenn ein Marktführer genau das komplett vorbereitet hat und trotzdem sagt: noch nicht? Genau über den Spagat
Ein fertiger KI-Telefonagent, der bewusst in der Schublade bleibt: warum? Karina Schunker führt als Geschäftsführerin die EHL Wohnen GmbH. Im letzten Jahr haben sie 1.680 Wohnungen vermittelt, monatlich laufen rund 3.000 Anfragen ein. EHL will zu den First Movern gehören und probiert KI an vielen Stellen aus, zieht bei manchen aber ganz bewusst die Bremse. Was heißt das konkret, und woran entscheidet sich, ob eine KI überhaupt in den direkten Kundenkontakt darf?
Der Realitätscheck: ihre KI-Aussagen von 2024 Wir haben Karinas Interview von vor zwei Jahren mitgebracht und Satz für Satz gegengehalten. KI-Exposé-Texte, 360-Grad-Rundgänge, Prognosen und Standortanalysen. Was davon ist eingetreten, was war Hype, und wo hat sich die Praxis ganz anders entwickelt als angekündigt?
Hinter jeder Anfrage ein Mensch Bei einzelnen Mietwohnungen kommen bis zu 50 Anfragen pro Stunde. Trotzdem behauptet Karina, hinter jeder einzelnen stehe noch ein echter Mensch. Wie geht das zusammen, und an welcher Stelle darf die Automatisierung dann doch übernehmen?
Der KI-Telefonagent in der Schublade Häufige Kundenfragen gesammelt, Telefongespräche mit dem eigenen Podcast-Equipment nachgesprochen, alles der KI zur Verfügung gestellt. Der Agent für die Zeit nach Büroschluss ist fertig, und läuft trotzdem nicht. Ist es besser, mit 70 Prozent live zu gehen als mit null, oder ist genau das der Denkfehler?
Wenn Kunden mit ChatGPT zum Termin kommen Kaufinteressenten legen vier Seiten KI-generierter Rückfragen auf den Tisch, die KI hat ihnen gesagt, die Immobilie sei zu teuer. Wird die eigene Expertise dadurch entwertet, oder erst recht gebraucht?
Virtuelles Staging und die Grenze zur Täuschung Gestagte Fotos bringen messbar mehr Anfragen. Ab August greift die Kennzeichnungspflicht. Wo hört das eingerechnete Möbelstück auf, und wo fängt die Täuschung an?
Diese Folge ist spannend für dich, wenn du entscheiden musst, ob und wann KI bei euch in den direkten Kundenkontakt darf.
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Kapitel 00:00 Intro und Vorstellung 02:53 Mit 27 in die Geschäftsführung 05:59 Wofür EHL steht und wer dahinter steckt 07:38 1.680 Wohnungen, 3.000 Anfragen im Monat 09:13 Automatische Erstantwort oder echter Mensch 13:25 Wo steckt KI bei EHL tatsächlich 14:40 Schatten-KI, Unternehmensaccounts und die KI-Richtlinie 18:22 Rückblick auf Karinas KI-Aussagen von 2024 19:30 Warum KI-Exposé-Texte noch immer nicht reichen 21:19 360-Grad-Rundgänge, Videos und KI-Voice-Over 25:08 Ohne saubere Daten keine brauchbare KI 30:11 Was EHL von den Software-Partnern erwartet 32:50 Makler als Technologieunternehmen 35:23 Professionalisierung, Motivation und Kundenfeedback 40:20 Der Datenschatz im Kundenverhalten 41:07 Wenn Kunden mit ChatGPT vorbereitet zum Termin kommen 46:17 KI gegen KI und warum es keinen Chatbot gibt 48:30 Der KI-Telefonagent, der in der Schublade liegt 52:17 Halluzinationen, Server und die Suche nach dem richtigen Tool 55:19 First Mover sein und virtuelles Staging 57:59 Wann Staging zur Täuschung wird 1:00:04 Regulierung, Kennzeichnung und die offenen Fragen 1:02:53 Kommt der Druck von innen oder vom Kunden 1:04:18 Wie der Markt in zwei Jahren aussieht 1:07:09 Wofür Karina privat KI nutzt